In diesem Jahr war eine ganze Menge los. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß kurz vor Jul 2004 Odroerir & Heidevolk nebst einiger Gäste johlend und wild einkaufend unsren Laden geentert hatten und zum Ausgleich für meine durchgegangenen Nerven mir einen Stapel ihrer CD's da ließen? Ab da begann ich eine Schwäche für Pagan Metal zu entwickeln und immer mehr Metal-Sachen fanden ihren Eingang in unsre Musikliste. Doch das neue Jahr leiteten wir erstmal zünftig mit meiner Geburtstagsfeier im Bunker ein. Zu meinem 30.sten Geburtstag gaben sich Auld Mills Inn die Ehre aufzuspielen, von dem vielen mitgebrachten Essen konnten wir uns noch Wochen ernähren und ich bekam massig Geschenke - von einigen Sachen weiß ich bis heute nicht, von wem ich sie eigentlich bekommen hab. Es waren um die 250 Leute da! Die Hälfte davon kannte ich noch nicht mal, aber wir hatten wegen des Konzert's ja auch im Stadtmagazin Werbung gemacht. Es war auf alle Fälle die fetteste Party, die man sich zum Geburtstag wünschen kann und ich möchte nochmal allen, die da waren, herzlichst Danke! sagen.

Ebenfalls zu dieser Party gestand mir Aniko, daß sie mit Bäh mein Geschenk noch nicht fertig hätte... sie hatten mir nämlich heimlich meinen Marktstand entführt, um ihn umzubauen und so zu "verbessern". Naja. Ich hab' Blut & Wasser geschwitzt, daß er rechtzeitig zur Marktsaison fertig ist.

Die Lady wird 30...

Auld Mills Inn

Kurz vor Ostern war es dann soweit. Ich war mit Aniko & Kilian in Diedersdorf bei Berlin. Bei 30°C im Schatten brauchten wir den kompletten Nachmittag unsre Stände aufzubauen, da wir ständig von unsren Lachattacken unterbrochen wurden. Auch konnte ich dort meine über den Winter gestickte Mittgard-Fahne der staunenden Öffentlichkeit präsentieren. Ein sehr schönes Wochenende, das wir feiernd mit den Semnonen und der Solheimsippe verbrachten.


Ende Mai dann das Ritterturnier in Bruchmühle, wo unsre Zelte Orkan-getestet wurden. Mit Bäh's geschmiedeten Heringen und dicken Seilen an den umstehenden Zaunspfosten hielten unsre Zelte stand. Während die meisten fluchtartig abbauten und das Weite suchten, tranken wir unter orangebraunen Orkanwolken lecker Drakentrey-Met bei Heiko & Heike. Der nächste Tag belohnte uns mit bestem Sonnenschein.
Ein weiteres Wetter-Fiasko durchlebten wir Anfang Juni in Neuenhagen. Es regnete pausenlos und war bitterkalt. Irgendwer erzählte, daß es im Erzgebirge schon wieder geschneit hätte! Zum Glück war das nur ein kurzes Zwischenspiel.


Kurz darauf weilten wir das erste Mal in Neustadt-Glewe zum Huscarl-Turnier. Herrlich! Wikis aus allen Ecken Europas, alle Tage Schlacht und Kämpfe. Leider auch des Nachts mit der örtlichen rechtsradikalen Szene, die meinte mein Zelt mit den leeren Bierfässern der benachbarten Taverne beschmeißen zu müssen. Ich tat die Nächte kein Auge zu. Wie meist bei solchen Sachen versteckte sich das Wachpersonal im Gebüsch und die Polizei kam erst irgendwann morgens um 5. Ich schwor mir, nur noch unter männlichem Schutz nach Neustadt-Glewe zu fahren. So ein schöner Markt...
Sonst waren wir wieder in Rabenstein in Franken, auf der Plattenburg natürlich, in Schönfels bei Zwickau und Hohnstein bei Nordhausen, Lübars und Magdeburg... natürlich auch wieder zum Wiki-Fest im Slawendorf Neustrelitz und weil wir kurz darauf Markt auf der Insel Poel hatten, blieben Aniko, Kilian und ich gleich eine Woche an der Ostsee. Wir durften beim Marco von der Solheimsippe übernachten, der noch Platz in seinem kleinen Mini-Bungalow im Garten hatte. Die Ferienwohnung war schon belegt. Von dort aus machten wir einen Tagesausflug nach Rügen, wo auf Kap Arkona gerade Wikingerlager war. Wie praktisch, daß wir unsre Klamotten eh mit hatten. Wir gingen schön baden auf dem Darß und schauten uns das örtliche Kranich-Museum an ehe es mit Zwischenstops bei einem Steinkreis und einem Vogel-Park weiter auf die Insel Poel ging.


Magie & Mythos

Pendel

Im September gab's wieder einige Magie & Mythos - Veranstaltungen in Trier und Bad Kreuznach, zu denen Thomas, Rico, Claudia & Oxana fuhren.
Richtig schön war es dort gewesen. In ruhiger und entspannter Atmosphäre hatte man richtig Zeit sich auf die Kunden einzulassen. Untergebracht waren wir in Trier in einem recht noblen Gesundheitshotel und in Bad Kreuznach dafür in einem altersgerechten Wohnheim, welches freie Zimmer als Hotelplätze vermarktete... ;-)

Kristallkugel

Auch versuchten wir uns mit Stand bei unsrem ersten Metal-Festival. Ging schon so, ganz nett - bis auf das Pfeifen im Ohr ;-) Und dann kam Weihnachten und wir versuchten uns mal mit einem ganzen Monat Weihnachtsmarkt! Der fand ja in Chemnitz statt, also zu Hause, wo man abends im Warmen schlafen kann. Also dachten wir, wir versuchen's mal. Hätten wir's bloß gelassen. Jeden Tag schwitzte ich Blut & Wasser, ob mein Stand das Wetter überhaupt aushält. Der ist doch nur für ein Wochenende im Sommer gemacht. Wir konnten ihn noch nicht mal richtig abspannen. Der Verkauf kleckerte leise vor sich hin. Zum Glück fuhr Thomas extra noch auf Weihnachtsmärkte nach Weißwasser und Harzgerode. Am Ende des Monats kam dann zusätzlich zu den Schneemassen, die mir täglich das Zeltdach eindrückten noch ein Schneesturm hinzu und Thomas begann spontan abzubauen. Unser Glück! Etliche Zelte flogen davon, ein Leiterwagen raste gerade noch von Thomas gehalten auf die Kreuzung zu. Erst als einige Passanten von Dachziegeln vom Rathaus fast erschlagen wurden, sah das Marktamt ein, daß man den Weihnachtsmarkt wohl eher schließen sollte. Unser Fazit jedenfalls: Über einen Monat jeden Tag von morgens 8 Uhr bis abends 21 Uhr in der Kälte stehen bei dem miesen Umsatz - das tuen wir uns nicht noch einmal an.


Ausserdem wirkten wir zusammen mit dem Peter aus unserem Haus bei der "Klar Schiff" Aktion in der Sachsenallee mit. Das heisst es wurde eine Ausstellung über die U-Boot-Geschichte von Chemnitz. Und auch wenn Chemnitz eine Erzgebirgsvorlandsbinnenstadt ist, eine U-Boot-Geschichte haben wir dennoch vorzuweisen. Dort hatte dann der Peter unter anderem auch seinen Rechner aufgebaut und die Gäste konnten über seine Datenbank in Erfahrung bringen was mit Ihrer Verwandschaft, die z.B. mit einem U-Boot verschollen war, passiert ist.

20042006
Rückblicke