die liegen alle rum...

Phylex bei der Arbeit

Nach einer kurzen Nacht bei Anastasia ging es gleich weiter in Leipzig mit einer weiteren Magie & Mythos Messe auf dem Leipziger Hauptbahnhof. In dem Jahr sollte die Tournee der Magie & Mythos beginnen; jedes Jahr mehrere Auftritte quer durch Deutschland. Praktischerweise immer im Januar, dadurch war es kein Problem mit den Mittelaltermärkten im Sommer - unendlich teilen kann man sich schliesslich nicht :-) Ausser in Leipzig waren wir 2002 mit der Magie & Mythos in Hamburg & Berlin. Richtig schicke wurden auch die Hypnoseshows von Phylex; selten habe ich bei einer solchen Show so gestaunt und gelacht. Zum Beispiel hat er es geschafft einem Hypnotisierten zu suggerieren das er ein Dirigent ist und seinem Orchester (das Publikum) mit seinem Taktstock (ein Bleistift) zu Beethovens Neunter zu dirgieren versucht. Auch Samadhi, den wir in Hamburg dabei hatten, hatte eine ganz spezielle Nummer, die uns einfach nur die Tränen in die Augen trieb: Er suggerierte einem das er ein Cowboy wäre und einem anderen das er ein Pferd sei; der "Cowboy" bestieg hernach sein "Pferd" und ritt Lassoschwingend durch das Center...


Im März waren wir zur Ostarafeier vom Freien Heidenkreis im Odenwald eingeladen und das Maifest feierten wir beim arun-Verlag in Engerda. Beide Male hatte wir den kleinen Kilian schon mit dabei, doch im Sommer sollte seine Karriere als Mittelalterbengel beginnen und bald waren Aniko & ich nur noch als "Die zwei verrückten Hühner mit dem Kind" bekannt. Unser erster Markt war der in Heringen bei Nordhausen, wo Kilian gerade laufen konnte und dort ständig den entlaufenen Laufenten hinterher rannte, Kinderwagen enterte oder Leuten Beine stellte, indem er den Strick straff zog, mit dem wir ihn am Mittelpfosten unseres Zeltes festgebunden hatten, weil er ständig stiften ging. Dumme Idee... Walpurgis feierten wir wieder mit einer großen Veranstaltung auf Burg Püchau, wo wir extra noch die Teestube übernahmen und schön ausstaffierten. Zu Pfingsten teilten wir uns dann mit dem Micha beim Gotiktreffen einen Stand in der Agra-Halle. Aber es war irgendwie nicht mehr wie früher: Kein stundenlanges Anstehen nach den Bändchen, wir wurden durchgewunken! Wie hat man sich früher darüber aufgeregt, aber irgendwie fehlte es einem dann schon. Alles war so knallhart durchorganisiert - des ganze chaotische Flair fehlte uns einfach. Und dann will man nach der Arbeit noch ein wenig mit Freunden auf dem Zeltplatz feiern, da kommt die Security und will Ruhe; weil die Leute in den Zelten schlafen würden... Hey, es war morgens um 3 Uhr! Da schläft kein Mensch in den Zelten, da sind alle bei den Konzerten! Na für uns hatte sich das Gotiktreffen damit jedenfalls erledigt -schade eigentlich.

Feenreich

Heerbann - man sammelt sich

Heerbann - Kriegsplan ausarbeiten

Unser Heerbann fand dies Jahr zum ersten Mal im Museumsdorf Bleiberg in Sachsenburg statt. Anfang des Jahres hatte plötzlich Camillo und Dieter bei uns im Laden gestanden und von ihrem Problem erzählt, daß sie zwar eine Schmiede aber keinen Schmied in ihrem Dörfchen haben. Nun, innerhalb von einer Woche war Bäh mit seiner kompletten Schmiede dahin gezogen. Wir stiegen dann auch noch in den Verein ein und nach dem Heerbann sollte er noch mehr neue Vereinsmitglieder bekommen. Für den Heerbann ist das Gelände ideal: Wiesenschlachten, Waldschlachten, Dorfschlachten, Flußschlachten - alles ist möglich.


Feuerball

Den restlichen Sommer tingelte ich jetzt gemeinsam mit Aniko & Kilian über die Märkte. Wir waren wieder in Plattenburg, Flöha, Güstrow, Senftenberg, Glauchau und auf der Ruine Hohnstein bei Nordhausen. In Hohnstein hatte Kilian auch wieder einen klasse Einstieg. Kurz bevor wir oben auf dem Berg waren, fing Kilian hinten im Auto an zu jammern. Wir konnten aber nicht anhalten, außerdem waren wir ohnehin gleich da. Oben angekommen, holten wir das Kind aus dem Auto und es hatte sich von oben bis unten quietschebunt in allen Farben der Gummibärchentüte vollgekotzt. Klasse! Er war sofort der Liebling des ganzen Burgpersonals, er wurde gefüttert und umhätschelt. Selbst die Touris fanden es lustig von ihm überfallen und mit dem Holzschwert traktiert zu werden. Seitdem ist auch Hohnstein eine Pflichtveranstaltung in unsrem Kalender.

Stände auf der Plattenburg

Chica - die Hexe Chibraxa

Konzerte gab's dies Jahr auch wieder. Da war das forseti-Konzert in Mansfeld, wo wir den Uwe Nolte mal persönlich kennenlernen durften. Warum wirke ich immer so interessant auf Männer, wenn ich lautstark, weil schwer angetrunken durch die Gegend schwebe? Wir fuhren weit weit weg zu einem dies natalis Konzert bei Heilbronn - sehr spaßige Veranstaltung an der herrlichen Ruine Löwenstein. Und dann waren wir noch mit Winkly & Janet beim Black Elben Festival in Hamm, wo wir den Spruch prägten "Hamm muß'mer 'ne ham". Das Unwort der Veranstaltung wurde dann auch noch von uns gewählt; "Umsatz"... ;-) Im Herbst waren wir dann mal in Erlangen bei Bine & Caro im Omega. Es spielte Novalis. Ein herrlicher kleiner abgedrehter Club, wo die Leute zu Musik tanzen, wo man woanders nur entsetzt oder irritiert angesehen wird.
Hach, und dann war noch der Herr der Ringe - Markt in Berlin, wo wir jede Menge schräge Gestalten kennenlernten. Dort gibt's Leute, die in voller Gewandung mit der U-Bahn durch die Stadt fahren und über der Schulter neues Feuerholz anschleppen!
Im Dezember begannen dann wieder die Weihnachtsmärkte. Thomas war wie jedes Jahr in Weißwasser die Sau rauslassen, gemeinsam taten wir uns Waldenburg an, aber der Gipfel war dann Glauchau, wo ich mehrere Tage bei -20°C zwischen Käse-Maik und Hähnchen-Hugo stehen durfte - die letzten beiden Tage beschloß ich krank zu sein. Nie wieder!


Hey und dies Jahr gab's keine Razzia bei uns: das Arzneimittelamt war nämlich nach Leipzig umgezogen. Herrlich! Seitdem haben wir unsre Ruhe. Aber so ganz ohne Anwälte & Richter wär's ja langweilig, also meinte man, mich in die albernen Streitereien zwischen GGG und HG in Berlin reinziehen zu müssen. Deshalb durfte ich im Dezember zur Zeugenaussage nach Berlin vor's Gericht. Alberner Kindergarten. Zum Glück, war's mit dem einen Mal auch schon vorbei. Zumindest für mich.


Kristalldrachen

Dann haben wir im Jahre 2002 auch noch den Mirko kennengelernt. Mirko ist herrlich chaotisch und eine bei all dem Durcheinander richtig ehrliche und vor allem faire Haut... Mirko war zu dem Zeitpunkt schon ein recht bekannter Tattoovorlagenzeichner; für den wir dann auch die Internetseite bauten und den Vertrieb übernahmen. Wer also Interesse an einem Tattoo hat und sich aus vielen Vorlagen was passendes raussuchen möchte; unter dem Link werdet Ihr bestimmt fündig. Über die Jahre sollte sich die Zusammenarbeit mehr und mehr vertiefen und mittlerweile teilen wir viele Projekte.


5-Jahre-Mittgard

Tja, was gibts noch zu erzählen...?
Richtig, im Jahre 2002 feierten wir unsere 5-Jahresparty, zu der und der Wogenwolf eigens eine Festzeitung kredenzte, welche wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen...
Also viel Freude beim Lesen.

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Rückblicke