Eigentlich beginnt die Geschichte von Mittgard schon weit vor der eigentlichen Eröffnungsparty des Laden's. Ja, wie kamen wir auf die Idee sowas zu machen? Die Ines war schon immer bissel spinnert und in ihrem Dorf als Kräuterhexe verschrien. Als sie Thomas dann kennenlernte, kam sie in die "große Stadt" und auch in die dortige Untergrundszene von Chemnitz. Man tobte sich in Grufti- & Punkschuppen aus und die ersten Kontakte in Richtung Neofolk wurden geknüpft.
Der Erste, der uns noch versuchte einen Szeneladen in Chemnitz einzureden, war der Klaus im Subcouture in Köln, den wir drei Jahre hintereinander regelmäßig besuchten. Ein absoluter Kult-Klamottenladen! Wieso gab's sowas in Chemnitz nicht? Selbst sowas zu eröffnen, haben wir damals noch für völlig irre gehalten.


Einige Jahre später strandeten wir auf einem Urlaubstrip in Berlin, wo wir durch Zufall auf dem Potsdamer Platz unseren ersten Mittelaltermarkt besuchten. Wir waren so fasziniert, daß wir völlig die Zeit und auch unsren letzten Bus Richtung Zeltplatz vergaßen. Stattdessen wurden wir sofort im Marktvolk Willkommen geheißen, in den Badezuber gesteckt, halfen beim Löschen der plötzlich brennenden Schmiede und durften in einem der Stände übernachten. Und damit war's um uns geschehen - das Mittelalterfieber hatte uns gepackt! Alles andere kam von selbst.
Wir begannen Kontakte zu knüpfen, gute Händler ausfindig zu machen... unseren ersten Lieferanten trafen wir übrigens auf besagten Markt: den Andreas, der uns bis heute mit den besten Räucherstäbchen der Welt beliefert: Elbenzauber!

1997
Rückblicke